Berufung – was ist das eigentlich?

Berufung – was ist das eigentlich?

Zugegeben, wenn ich behaupte, dass ich berufen bin, klingt das irgendwie ganz schön groß und vielleicht auch etwas anmaßend. Ich, Florian, fühle mich von Gott zu etwas berufen. Aber was meint der Berufungsbegriff eigentlich? Ein Versuch der Annäherung…

Was Berufung grundsätzlich bedeutet:

Als Theologe glaube ich fest daran, dass jeder Mensch von Gott gewollt ist als die Person, die er / sie ist. Kein Mensch ist Zufallsprodukt und jeder Mensch wurde exakt so gewollt, wie er oder sie ins Leben gefunden hat.

Das heißt aber auch, dass ich davon ausgehen muss im Schluss daraus, dass Gott auch mit jedem Menschen einen Plan hat. Dieser Plan ist aber keinerlei etwas, den der Mensch erfüllen muss und bei dem der Mensch nicht anders kann. Vielmehr geht es dabei um die Erfüllung der Fähigkeiten, die Gott in uns Menschen angelegt hat. Wenn wir unserer Berufung folgen, ist das ein Weg, der gut zu uns passt und uns immer mehr dahin führt, wer wir sind.

Der Weg unserer Berufung bringt aber auch in uns zum Strahlen, was Gott in uns angelegt hat. So können nicht nur wir darunter profitieren, in dem wir mehr zum „Blühen“ kommen, sondern wir können auf diesem Weg auch zum Geschenk für unsere Umwelt und Mitmenschen werden.

Deshalb aber ist Berufung auch immer ganz individuell. Berufung bedeutet dein Potenzial zu entfalten – keine zwei Berufungen sind wirklich identisch! Oft fordert uns diese Reise auf der Suche nach unserer Berufung heraus: denn seine Berufung finden heißt sich mit sich selbst beschäftigen und sich selbst kennenzulernen.

Bist du bereit, diese Herausforderung anzunehmen und dich auf die Suche zu machen wer du bist und was in dir schlummert?

Häufig gestellte Fragen zum Thema Berufung (FAQs):

John Henry Newman – ein wie ich finde durchaus spannender Kardinal und Konvertit der katholischen Kirche soll einmal gesagt haben:

Ich bin berufen, zu sein und zu tun, wozu kein anderer Mensch auf dieser Erde berufen ist.

Und da und auch schon nach den obigen Gedanken wird klar: JA! Auch und gerade du bist berufen. Berufen zu deinem ganz individuellen Weg, den Gott mit dir vor hat und in dir angelegt hat. Entdeckt deinen Schatz, der dir mitgegeben ist auf deiner Lebenreise! 🙂

Nein. Natürlich nicht. Berufen ist jede:r Christ:in – und das meint sicher nicht nur die Menschen, die zu einer geistlichen Berufung oder einem geweihten Leben berufen sind!

Berufung ist der Ruf Gottes, der dich als ganze Person betrifft. Berufung betrifft deine tiefste Identität. Eine geistliche Berufung ist dabei ein Weg, auf dem du dein Leben Gott widmen kannst. Das kann sein in einem geistlichen Beruf (Pastoralreferent:in, Priester, Diakon, Gemeindereferent:in) oder in einer gottgeweihten Lebensform (Ordensfrau/-mann, geweihte Jungfrau, Eremit:in, …). Eine geistliche Berufung heißt, sein Leben v.a. in den Dienst für Gott zu stellen.

Generell kann dir geistliche Begleitung helfen, deiner Berufung auf die Spur zu kommen. Geistliche Begleitung ist bei den allermeisten Menschen eines geistlichen Berufs bzw. eines Seelsorgsberufs oder einer geweihten Lebensform möglich. Frag doch gerne einmal bei deinem Bistum oder den Orden vor Ort bei dir nach.

Hier noch eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst: Konkrete Adressen kann ich dir v.a. fürs Erzbistum München-Freising geben. Ähnliche Ansprechpartner gibt es aber in jedem Bistum. Frag gerne einfach mal bei deinem Bistum nach.

In München gibt es für Fragen der Berufung extra die „Stabstelle Berufungspastoral“. Hier beraten und begleiten dich Pfr. Klaus Hofstetter und Sr. Erika Wimmer hauptberuflich und darüber hinaus die „burning persons“ auf deiner Suche nach deiner Berufung. Außerdem gibt es in München das Angebot durch wave®-Berufungscoaching – ein Coaching-Angebot, das dir über die Methoden des systemsichen Coachings helfen soll, deiner Berufung auf die Spur zu kommen. Klick dich doch hier mal rein und schau, wie dir die Berufungspastoral weiterhelfen kann 😉

Du hast noch weitere Fragen? Dann zögere nicht und schreib mir! Ich freue mich, von dir zu hören!


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